Faltkunst
geschrieben von ajtak | 30 Mai, 2009, 19:58
Und ich war schon froh, dass ich mittlerweile Origami Kraniche falten kann.
(via Zuckerfisch (übrigens auch genial und jeden Donnerstag einen Besuch wert))
Katja
Und ich war schon froh, dass ich mittlerweile Origami Kraniche falten kann.
(via Zuckerfisch (übrigens auch genial und jeden Donnerstag einen Besuch wert))
Katja
Vor einiger Zeit habe ich in einem Buch über die sechs häufigsten Arten negativen Denkens gelesen und festgestellt, dass ich die natürlich alle perfekt beherrsche. OK, keine wirkliche Überraschung, irgendwas muss ja jeder können. ![]()
Das Schlimme war, dass das natürlich wieder mal unbewusste Prozesse sind und dass ich das früher nie bemerkt habe. An Stellen, wo es mehrere mögliche Interpretationen gab, habe ich nur eine - natürlich die negativst mögliche - wahrgenommen. Seitdem ich das weiss, arbeite ich dran, mir an solchen Stellen wenigstens ins Bewusstsein zu rufen, dass meine Wahrnehmung nicht zwingend richtig sein muss.
Heute ist wieder mal so ein Tag, wo ich da ordentlich dran zu kämpfen habe, seitdem ich etwas gelesen habe. Mein erster Oh-du-wirst-gerade-voll-angegriffen-Eindruck hat sich ganz schön hartnäckig breit gemacht. Wenn ich mich zwinge, näher drüber nachzudenken, dann muss ich das eigentlich völlig falsch verstanden haben. Der Mensch, von dem die Äusserung stammt, trampelt nicht absichtlich auf den Gefühlen anderer rum und ist auch nicht so gedankenlos, dass es an solch einer Stelle unabsichtlich passieren würde und eigentlich bin ich darüber sicher.
Und trotzdem setzt's mir zu und beschäftigt mich und ich merke, wie ich in der Ach-und-was-wenn-doch?-Gedankenfalle festhänge. Klar, nachfragen wäre die einfachste (haha!) Möglichkeit, aber genau das kann und will ich an der Stelle gerade nicht. Weil's ausgerechnet die Person ist, die ich überhaupt nicht (mehr) deuten kann, die mich so immens verunsichert.
Das hab ich selten so erlebt. In den meisten Begegnungen ist Sympathie oder Antipathie etwas Gegenseitiges. Hab ich zumindest bisher fast immer so empfunden. Entweder man mag sich oder man mag sich nicht. Mit beidem kann ich leben. Was ich jedoch total kompliziert finde ist, jemanden zu mögen und das Gefühl zu haben, mein Gegenüber findet mich eigentlich total blöde. Vielleicht verwechsle ich auch da Unnahbarkeit mit Schüchternheit? Das will ich an der Stelle zumindest so gerne glauben. Vor einigen Monaten dachte ich, das wäre eine beginnende Freundschaft und fand das ganz großartig. Am liebsten würde ich einfach fragen. Ich weiss auch nicht, wieso meine Feigheit ausgerechnet da über meine Offenheit siegt. Einen einzigen zaghaften Versuch habe ich gewagt, um zu versuchen herauszufinden, was sich geändert hat und bin damals sofort zurückgeschreckt, weil ich da schon die Reaktion nicht einschätzen konnte.
Ist doch eigentlich beknackt. Das beschäftigt mich seit Monaten und lässt mich nicht in Ruhe. Und anstatt mir einmal richtig auf's Maul und Gewissheit abzuholen, bleibe ich lieber in der Hoffnung hängen, dass Mensch mich ja vielleicht doch nicht doof findet und aus anderen, was auch immer für Gründen so 'nen großen Schritt zurückgemacht hat und doch irgendwann wieder ein Stück näher kommt.
Nachdem ich definitiv an dem Versuch gescheitert bin, einen Menschen nicht mehr zu mögen, nur weil meine Sympathie nicht auf Gegenseitigkeit beruht, wünsche ich mir zwischenzeitlich, es würde nicht so weh tun, einen Menschen zu mögen, der mich nicht leiden kann...
Katja
...ist es für mich, den halben Tag lang einen Ohrwurm zu haben, ohne drauf zu kommen, um welchen Song es sich handelt. Normalerweise bin ich da mittlerweile echt fix drin, mir den Songtitel mit Hilfe einiger Textfetzen zu googlen. Heute hat das nicht so ganz hingehauen und ich bin erst heute Nachmittag um 3 dahinter gekommen, welches Lied mir seit 9 Uhr im Kopf rumgespukt hat. Daher jetzt hier, damit's mir nicht wieder verloren geht.
Wire to Wire
...hemmungslos Bücher zu kaufen. Nachdem ich vor ein paar Tagen über Lee Child gestolpert bin und er mich, von der ersten Seite an, gefangen genommen hat, habe ich mir gerade 5 (!) seiner Werke bei Amazon bestellt. Gebraucht. Die Bücher günstiger als die Versandkosten.
Bin mal gespannt, in welcher Qualität die hier ankommen. Eigentlich bin ich bei Büchern ziemlich eigen und hege und hätschle sie, damit ihnen nichts passiert. Andererseits konnte ich nicht widerstehen, wenn ich 5 gebrauchte Bücher zum Preis von einem neuen bekommen kann.
Wie freue ich mich auf den Postboten! Ich hoffe nur, die 5 Einzellieferungen kommen möglichst zusammen. Die Post ist hier oft so gnadenlos früh.
Katja
...schnuppernd in 'ner Badewanne mit Litamin Glückszauber zu liegen, wenn alles rundum trist und grau ist. Der Name ist Programm, herrlich nach Mandarine riecht's und macht's mir fast unmöglich, traurig aus der Badewanne zu steigen.
Katja
Nach drei schlaflosen Nächten, ohne dass ich eine Erklärung hatte, woran meine Schlaflosigkeit lag, hoffe ich, dass das Licht, das mir eben in der Badewanne aufgegangen ist, mir den richtigen Hinweis gegeben hat und dass ich in der nächsten Nacht endlich wieder mal Schlaf finde.
Merkwürdig, wie der Körper manchmal weiss, was der Geist längst noch nicht wahrhaben möchte.
Auch merkwürdig, so 'ne Angst vor einem Schritt zu haben, der im Grunde überhaupt nichts mehr ändert, weil die wahre Änderung ja längst da ist. So als würde dadurch etwas in Stein gemeisselt, unumstößlicher. Aber das ist es doch längst, die Tür ist zu.
Memo an mich: Dinge vor mir herzuschieben macht sie nie kleiner, häufig aber größer.
Wieso mache ich das also trotzdem so gerne? Erschreckend wie schwierig der Schritt aus der Passivität sein kann. Noch erschreckender festzustellen, auf welchen und wievielen Ebenen ich da noch Kämpfe zu führen habe.
Andererseits ist jeder Schritt - und wenn's nur ein erkennender ist - gerade einer in die richtige Richtung. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran...
Katja