Alter ist doch relativ!
geschrieben von ajtak | 30 Jun, 2009, 19:32*OMMMMMM*
*Mantra mach*
Katja (nicht alt!)
*OMMMMMM*
*Mantra mach*
Katja (nicht alt!)
Ich gestehe: ich bin ein Datenmessi und das erst recht, wenn es um Mails geht. Klar, Spam wandert direkt in den Papierkorb, aber ich bringe es einfach nicht fertig, persönliche Mails zu löschen. Nicht mal, wenn ich mein System neu installiert / einen neuen Rechner gekauft habe. Die alten Mails weiterhin mitzuschleppen und mühselig manuell zu sichern und zu ex-/im-/sonstwiezuportieren habe ich zähneknirschend in Kauf genommen, fand's aber selber so lästig, dass die Freude über neuen Rechnerkram immer davon überschattet wurde, dass Neuinstallieren auch wieder nerviges Mails rumkopieren bedeutet. Löschen ging trotzdem gar nicht. *soifz*
Aber jeeeetzt hat das alles ein Ende. Seit ein paar Tagen verfüge ich über ein Programm, das meine eMails archiviert. Extrem intuitiv bedienbar mit schicker Suchfunktion, die noch dazu extrem schnell ist. Hach! Mein Thunderbird ist gefühlte viermal so schnell seit er sich nicht mehr durch die Riesendatenmengen quälen muss und ich hab erst mal 'nen Schrecken bekommen, _wieviele_ Mails sich tatsächlich über die Jahre angesammelt haben.
Katja (Jäger, Sammler, Fallensteller)
...ist ein Golf ist ein Golf.
Gerade Probefahrt gemacht und direkt beim Losfahren war das vertraute Gefühl wieder da. Und ich dachte immer, es läge an der langen Fahrpause zwischendrin und nicht, dass das Auto so einen Einfluss auf's Gefühl hat. Ob sich Harry Potter so beim ersten Ritt auf dem Feuerblitz gefühlt hat?
Weiteratmen werde ich vermutlich erst wieder, wenn es nicht nur ein, sondern tatsächlich mein Golf ist.
Katja
Manchmal frage ich mich, ob es möglich ist, einen Film zu mögen, wenn man vorher die Romanvorlage gelesen hat.
Ich gehe das ja schon immer mit möglichst niedrigen Erwartungen an, aber selbst die sind vorgestern vermutlich weiter denn je untertroffen worden. Da habe ich Illuminati gesehen und der war wieder mal so ein Beispiel, wo ich den Roman nicht nur (mehrfach) gelesen habe, sondern das Buch auch ziemlich spannend finde und mag. Kann man den Film überhaupt mögen, wenn man das Buch kennt? Und kann man den gut finden (und verstehen?), wenn man das Buch nicht kennt oder ist die Geschichte dann einfach nur verwirrend? An vielen Stellen konnte ich der Handlung nur folgen, weil ich wusste, was passieren muss. An anderen Stellen war nicht mal das möglich, weil die komplett von der Buchvariante abwichen. Und genau das machte den Film für mich auch so schlecht. Die Geschichte des Buches ist zwar weit hergeholt, aber mMn in sich schlüssig. Das fehlt mir im Film total. Mit Auslassungen kann ich da vermutlich auch eher leben als mit kompletten Abänderungen. Wobei mich hier bei den Auslassungen wirklich gestört hat, dass zwar die persönliche (nicht religiöse) Verwicklung und Verbindung des Camerlengo zum alten Papst angerissen wurde - nicht jedoch rauskam, dass dort eigentlich der Mord sein zweites und für mich wichtigeres Motiv fand, mitsamt der dramatischen Auflösung am Ende. Dadurch wirkt die im Buch so schön gezeichnete Figur des Camerlengos leider eindimensional und platt fanatisch. Echt schade, was mit dieser schönen Geschichte passiert ist.
Wenn ich nicht so neugierig drauf wäre, was sie im Film draus machen, würde ich es mir echt verkneifen solche Romanverfilmungen anzusehen, bei denen ich die Bücher kenne. Andererseits natürlich auch jedesmal wieder spannend, die Erfahrung zu machen, wie wenig Anteil visuelle Eindrücke bei mir daran haben, dass mir eine Geschichte gefällt. Hoch lebe das Kopfkino. Also zumindest in diesem Fall.
Katja
...als Spargelliebhaberin während der Spargelsaison in 'ner Spargelgegend zu leben. Südhessen und der Rhein gefällt mir ja (erstaunlicherweise) generell recht gut (OK, von den Sprachbarrieren abgesehen; ich verstehe die Einheimischen einfach nicht, wenn sie Dialekt reden und Hochdeutsch scheint hier nicht en vogue zu sein.
), aber die Spargel- und Erdbärfelder rund um den Ort rum sind ein echtes Sahnehäubchen.
Heute gibt's leider den letzten Spargel für dieses Jahr, aber so grandios häufig wie jetzt während einer Spargelsaison habe ich früher nicht mal in 5 Jahren Spargel gegessen.
Katja
Seit Jahren hab ich immer wieder mal sporadisch versucht, die Spur einer alten Freundin im Web aufzunehmen, die ich vor vielen Jahren aus den Augen verloren habe. Aktuelle Mailadresse hatte ich irgendwann keine mehr - zumindest kam vor ein paar Jahren keine Antwort mehr auf der altbekannten Adresse. Heute bin ich zufällig über eine Erinnerung gestolpert und hab mich wieder einmal auf die Suche gemacht und bin zum ersten Mal seit Jahren fündig geworden. Und ich habe nicht nur eine Ahnung, dass sie das sein könnte, sondern bin absolut sicher, weil nicht nur ihr Name stimmt, sondern ich auch noch eine Verbindung zu ihrem alten Nick gefunden habe.
Und statt mich einfach nur wie blöde zu freuen und direkt Kontakt zu ihr aufzunehmen, sitze ich hier mit 'nem Stein im Magen und hab Schiss. Total beknackt.
Ich hab das schon häufiger an mir beobachtet, dass ich in so Situationen mit Lähmung reagiere. Fast so als könnte ich nachträglich eine schöne Erinnerung zerstören, wenn ich mich traue, wieder Kontakt aufzunehmen und feststelle, dass die frühere Verbundenheit nicht mehr da ist. Da sitze ich lieber da und denke sehnsüchtig an alte Freunde zurück als mich dem Hier und Jetzt zu stellen. Dabei bekomme ich nicht mal genau zu fassen, was überhaupt daran mir so eine Angst macht und mich so lähmt. Klar betrachtet habe ich doch im Hier und Jetzt tatsächlich nichts zu verlieren. Eben ausser 'ner Sehnsucht und doofen Hoffnung. Aber bitte was ist die denn schon wert? Also tatsächlich wert?
Katja
...wenn beim Betreten der Küche ein Geruch plötzlich jede Menge Erinnerungen an den guten Teil meiner Kindheit - meine Oma - hochspült. Da hat sich der Aufwand, wieder mal nach einem ihrer Rezepte zu kochen, gleich doppelt gelohnt.
Katja (Schmierkuchenschnupperfee)
Seltsam. Manchmal scheint es wirklich Nähe zu brauchen, um Distanz finden zu können. Endlich scheint die Antwort auf manche Fragen klarer zu sein. Es ist meins, das fehlende Puzzlestück. Wie kann's auch was anderes sein, wo es doch in mein Puzzle passt? Und wieso kann ich gerade aus der Nähe klarer sehen als aus der Distanz? Eigentlich brauche ich doch eher Abstand zum genauer gucken. In diesem speziellen Fall scheine ich im wahrsten Wortsinne kurzsichtig zu sein. Vielleicht sollte ich's häufiger mal mit dem Tragen meiner Brille probieren. *Kopfkratz*
Doch jetzt tut's nicht mehr weh,
nee, jetzt tut's nicht mehr weh.
Und alles bleibt stumm,
und kein Sturm kommt auf
wenn ich dich seh.
Seit Jahren eines meiner Lieblingslieder, vom großartigen Rio Reiser, von dem mMn einige der großartigsten deutschsprachigen Lieder stammen. Fast immer, wenn ich es höre, macht es mich traurig. Gerade geht das zum ersten Mal seit Jahren lächelnd.
Katja, heute mit seltsamen Gedankenfetzen befasst
Ich bin so 'ne olle auf-der-Couch-vor-jedem-Film-Einschlaferin. *soifz* Sobald ich's mir nur halbwegs bequem mache (und dafür reicht bequem sitzen und ich muss nicht mal liegen) döse ich bei jedem Film weg. Auch wenn ich den echt spannend finde, auch wenn ich den eigentlich unbedingt sehen wollte, auch wenn ich vorher gar nicht so sehr müde war.
Wenn ich allerdings irgendwie nebenbei beschäftigt bin, bleibe ich wach. Und obwohl ich eigentlich nur 'ne Winterstrickerin bin, hab ich vor einiger Zeit doch mal meine Sockenwollevorräte gesucht und festgestellt, dass das im Sommer ja gar nicht so doof ist, wie ich immer dachte.
Hier das erste Ergebnis (die ewig angefangenen und vorher endlich mal fertig gestrickten schnöden schwarzen Socken lass ich mal aussen vor).
Coolerweise hält es mich gerade nicht nur wach, sondern macht auch wieder mal richtig Laune. Das nächste Paar ist also schon angefangen.
Katja
Nach Definition der Nicht(mehr)raucher ist das die halbe Strecke auf dem Weg zum Nichtraucher. Ein Jahr muss man ohne Zigarette durchhalten, um sich als Nichtraucher bezeichnen (und fühlen?) zu können.
Schmachtattacken? - Immer noch fast täglich.
Ernsthafte Überlegungen, mir eine anzuzünden = 0.
Von der Illusion, dass es irgendwann mal selbstverständlich sein könnte, nicht mehr zu rauchen, verabschiede ich mich wohl besser. Leichter wird's - ja. Aber ich glaube, ich gehöre zu dem Typ Exraucher, der die Sucht nie soweit in den Griff bekommen wird, dass es sich wie bei einem Nieraucher anfühlt. Ich fürchte wirklich so langsam, ich werde für den Rest meines Lebens auf der Hut bleiben müssen, mich nie zu sicher zu fühlen und leichtsinnig irgendwann "nur so zum Spaß" die eine zu rauchen.
Auf der einen Seite bin ich viel weiter als ich jemals dachte, kommen zu können. Ich muss nicht mehr rauchen, bin selber Herrin über meinen Willen. Das bewirkt nebenbei noch sehr viel mehr, hat mein Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. (Wenn ich das kann, kann ich alles und folglich stolpere ich gerade sehr viel mutiger und auf mich selbst vertrauender durch's Leben.) Auf der anderen Seite ist es viel schwieriger als ich vorher vermutet hätte. Die Aufmerksamkeit muss immer da sein. Selbst nach einem halben Jahr erwische ich mich noch oft genug bei unbewussten Gesten - auf der Suche nach den Zigaretten, dem Feuerzeug bis mir wieder einfällt, dass ich ja gar nicht mehr rauche. Von Alkohol halte ich mich weitestgehend fern, um ja nicht leichtsinnig zu werden. Ich muss mir ständig meine Entscheidung vor Augen halten und die Vorteile, die das Nichtmehrrauchen mit sich bringt, wohingegen Rauchen 22 Jahre lang ganz von selber funktioniert hat, ohne dass ich da irgendwie drum hätte kämpfen müssen.
Aber das gehört wohl dazu, wenn man sein Hirn jahrelang manipuliert, dass sich das nicht innerhalb weniger Wochen, Monate, Jahre (?) umprogrammieren lässt, wieder auf natürliche Reize zu reagieren. Und ganz vergisst das Suchtgedächtnis tief im Unterbewusstsein wohl nie, dass da mal was war...
So langsam verstehe ich, weswegen bei einem trockenen Alkoholiker der erste Schluck schon wieder zu viel sein könnte.
Und trotz all des Kampfes bin ich heilfroh, dass ich den Shice nicht mehr brauche. Bin mir - speziell sogar während der Schmachtattacken - bewusst, wie gut es ist, denen nicht nachgeben zu müssen. Selbstbestimmung ist das kostbare Zauberwort, das mir so vieles versüßt, einen so hohen Wert für mich hat und zusammen mit dem besseren Funktionieren meiner Sinne, jeglichen Vernunftgrund in die Tasche steckt.
Katja
*Katja hat am 20. Dezember 2008 um 17:00 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 183 Tage 19 Stunden 31 Minuten 36 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 2.205 Zigaretten nicht geraucht, 264,60 Euro gespart
2 Gramm Nikotin und 29 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
7 Tage 15 Stunden 45 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.
Mehr SWR3 RauchFrei unter www.SWR3.de/rauchfrei
...eine Wohnung, die durch und durch nach frischgekochter Erdbeermarmelade riecht.
Hmm, frische Erdbären machen (mich) glücklich. Wenn sie also in Form von Marmelade konserviert werden, sind's dann echte Glückskonserven?
Katja (grinsend grübelnd)
Yay!
Nachdem ich mir vorgestern Abend beim Versuch, hier ein Favicon einzubinden, fast die Haare ausgerauft hätte, weil es trotz Cache Leerens, Cookie Löschens und diverser anderer Bemühungen nicht angezeigt wurde, isses jetzt auf einmal da. Ich hab keine Ahnung wieso es nun doch noch angezeigt wird, will mich aber auch nicht drüber beschweren.
Hauptsache es geht jetzt.
Die Vorlage dafür ist übrigens das Bild einer Tulpe aus meinem Garten, das ich ziemlich mag:
Erstellt hab ich's im Favicon Generator. Dort kann man aus einem beliebigen Bild sein eigenes Favicon erzeugen. Sehr genial!
Katja
"Meine Handynummer hat nur deine Schwester."
Nach dem Satz hat's 'nen Augenblick gedauert bis mir aufgegangen ist, dass das nichts damit zu tun hat, wer ihr Lieblingskind ist, sondern dass das so ist, weil ich mir das so ausgesucht habe, mich abgegrenzt, aus ihrem persönlichen Besitz entfernt habe. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ich kann tief durchatmen und mein Leben leben, ohne mindestens zwei Kontrollanrufe pro Tag, ohne "das musst du aber machen, weil ich das will". Sie bekommt von mir nicht mehr als ich bereit bin zu geben.
Wie gut und richtig das so ist, zeigt bezeichnenderweise die Bezeichnung, die ich heute wieder mal verliehen bekommen habe. "Mein Kindchen". Genau. Scheinbar gibt es Menschen, für die es keinen Unterschied gibt zwischen der verwandtschaftlichen Beziehung "Kind" und dem Entwicklungsstadium "Kind". Ob das Kindchen mittlerweile weit über 30 ist, spielt dabei keine Rolle.
Wie groß die Gefahr ist, mich wieder in die Kindsrolle reindrängen zu lassen und da auch bereitwillig einzufinden, ist mir beim obigen Satz aufgegangen. Immerhin merke ich das jetzt, wenn ich ins Rutschen gerate. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Aufmerksam muss ich trotzdem bleiben!
*Memo mach*
Katja
...mit einem heissen Kaffee und einem guten Buch bewaffnet auf der überdachten Terasse zu sitzen, dem Rauschen des Weltuntergangsregens zu lauschen und den Regengeruch tief einzuatmen. Ruhe!
Katja
Dass jemand größer ist als ich, ist eigentlich nicht ungewöhnlich, ich muss ja quasi fast immer nach oben gucken. Dass mir jetzt allerdings schon meine Tomatenpflanzen über den Kopf gewachsen sind und meine Terasse langsam zum Dschungel mutiert, verwundert mich immer noch - obwohl der Zustand schon seit ein paar Tagen anhält. So langsam könnten sie dann auch mal aufhören zu wachsen, weil ich nicht weiss, wie ich die noch weiter nach oben abstützen / anbinden soll. Mir wär's ja ganz recht, wenn sie jetzt all ihre Energie auf's Wachstum und vor allem die Reife der Tomaten konzentrieren könnten. Die erste grüne Frucht hängt immerhin schon seit über 2 Wochen an der (kleinsten!) Pflanze und lässt sich alle Zeit der Welt, zu reifen. Aber ich bin ja nicht ungeduldig. Also zumindest kaum. Aber so langsam...
Beweisfotos:
Mein erster Versuch mit Paprikapflanzen:
Ohrwurm, auf der Terasse eingefangen:
Von meinen Erdbärpflanzen gab's übrigens keine neuen Fotos mehr, weil die *zensierten* Ameisen, sich derer angenommen und sie mir geplättet haben.
Als magere Ausbeute bevor sie die Pflanzen gänzlich vernichtet hatten, gab's 4 Minierdbeeren. Ich versuch's dann nächstes Jahr nochmal mit neuen Pflänzchen. *schnüff*
Katja
Mein Firefox tut wieder! Yay! So richtig ohne Rumspacken und vor allem ohne, dass er nach 'ner Stunde Laufzeit über 1 GB virtuellen Speicher und 600 MB + RAM beansprucht!
Nachdem die letzten beiden Wochen echt die reinste Quälerei waren, hab ich heute meine vorher halbherzige Ursachensuche mal intensiviert und den Übeltäter ausgemacht. Mein Feedreader war's. Da hatte ich bisher ein AddOn von Firefox am Start, was ich für immens praktisch hielt. Praktisch hörte allerdings genau da auf, wo der Browser fast unbenutzbar wurde. Jetzt hab ich einen externen Feedreader und alles ist gut. Und im Vergleich zu meiner FeedSidebar ist der sogar richtig komfortabel.
Ansonsten: anstrengendes Wochenende, müde, auf'm Weg ins Bett...
Nacht Welt!
Katja
Ich habe nie nachvollziehen können, was Menschen dazu bewegt sich im Fernsehen irgendwelche nachmittäglichen Talkshows oder mittlerweile wohl eher Dokusoaps anzuschauen. Als Harmonikerin liegt mir Streit nicht sonderlich - aktiv schonmal gar nicht und passiv betrachtend fand ich ihn bisher auch nicht sonderlich spannend.
Seit ich nicht mehr rauche bin ich auf einer Nicht(mehr)raucherplattform zwecks Erfahrungsaustauschs angemeldet - mehr lesend und sehr selten nur schreibend. Das liegt mitunter darin begründet, dass es sich dabei um ein für meine Vorstellungen echt streitsüchtiges Völkchen handelt. Dauernd kabbeln die sich über irgendwas.
Da gibt es auf der einen Seite die Admins, die eine recht eingeschworene Gemeinschaft zu sein scheinen und jede Unterhaltung, jedes Thema, wenn sie es erst mal "geentert" haben für ihren insidermäßig verschlüsselten Privataustausch zweckentfremden, die direkt zur Stelle sind, wenn irgendwer sich regt und so gut wie jeden Beitrag sofort kommentieren, meist so dominant und mit einem "ich bin der Admin"-Hinweis, dass kein Raum für echten Austausch bleibt.
Die dann aber andererseits alle paar Tage beleidigte Beiträge verfassen, in denen sie der Community Vorwürfe dafür machen, dass sie so ruhig ist und wenn jemand versucht, ihnen zu erklären, woran das sMn liegt, reagieren sie noch beleidigter. Kritik ist unerwünscht.
Immerhin reissen sie sich ja den Allerwertesten für uns alle auf, ruinieren sich dabei nervlich und finanziell und haben ohnehin bald keine Lust mehr, wenn wir eh alle so undankbar sind. Schließlich machen sie das ja nicht für sich sondern nur für uns.
Und dann sind da die mehrheitlich schweigenden "User" (Ja, die nennen uns echt User, obwohl da kaum wer was nutzt (
) und ich persönlich den Begriff ja immer eher beleidigend als modern empfinde), von denen gelegentlich mal jemand versucht, einen echten Austausch anzukurbeln und deren Beitrag ansonsten primär darin besteht, sich dauernd zu rechtfertigen wieso sie so wenig aktiv sind.
Vor einigen Tagen schaukelte sich das Ganze dann höher als gewohnt.
Einer der Admins, der gerade sein erstes rauchfreies Jahr hinter sich gebracht hatte, meinte als "Belebungsversuch" der Seite mit einer "Ich bin umgefallen und habe wieder geraucht"-Geschichte daherkommen zu müssen. Die Aufklärung, dass das ein Fake war, gab es einige Tage später, zusammen mit jeder Menge Vorwürfe über die nicht wunsch- und erwartungsentsprechende Resonanz.
Mir war von Anfang an nicht so klar, wieso ich da überhaupt angemeldet bin und spätestens das war dann der Punkt, wo ich eigentlich dachte, reicht jetzt, das passt einfach nicht. Mit so "Schwiegermuttergehabe" konnte ich eh noch nie gut und Schuldgefühle kann ich mir auch alleine ganz gut machen, dafür brauche ich nicht noch jemanden zusätzlich. Tja bei dem eigentlich ist es geblieben. Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich nicht in der Lage war, den Tab im Browser wirklich dicht zu machen. Stattdessen habe ich fasziniert vorm Monitor gesessen und zugeguckt, wie die User aufbegehrt haben. Ein tagelanges hin und her von Beleidigtsein, Vorwürfen, Erklärungs- und Klärungsversuchen bis hin zu "ich lösch mich jetzt"-Geschmolle, das mich täglich zum Staunen gebracht hat. Gestaunt hab ich auch darüber, dass die Seite erreichbar blieb und da scheinbar doch die Grenze des Schmollens war. Bei jedem neuen (guten) Erklärungsversuch dachte ich, der müsse jetzt durch die Wand durchbrechen, aber irgendwie schien alles abzuprallen.
Und ich hab mich dafür geschämt, dass mich dieser Streit - so abstoßend ich ihn fand - trotzdem so fasziniert hat, dass ich nicht weggucken konnte. Fast so als würde ich verbotenerweise durch ein Schlüsselloch schauen...
Jetzt ist Frieden eingekehrt. Fast nichts ist wirklich geklärt und alle tun bewusst so als sei nie was gewesen. Und ich bin immer noch da - noch sicherer, dass ich mit diesen Menschen nie wirklich warm werden könnte - aber aus irgendwelchen Gründen unfähig den Tab einfach zu schließen und nicht mehr hinzugehen.
Irgendwie sind diese Leute im letzten halben Jahr doch ein Teil meines Lebens geworden und der rituelle Besuch der Seite hält mir immer im Bewusstsein, wachsam zu bleiben was mein Nichtmehrrauchen angeht.
Trotzdem scheue ich die direkte Auseinandersetzung, bin in dieser speziellen Situation pessimistisch genug, nicht anzunehmen, dass meine Erklärungsversuche besser ankommen würden als die der anderen und lass es folglich direkt bleiben. Trotzdem beschäftigt mich das gerade seit Tagen und musste dringend mal aus meinem Kopf raus. Platz für erfreulichere Dinge schaffen! Ja!
Katja
Mir ist heute nach dem Backen aufgefallen, wie lange ich keins meiner Brote mehr fotografiert hab. Also dafür, dass ich seit geschätzten 2 Monaten kein einziges mehr gekauft, sondern nur noch selber gebacken habe. Und seit Hefeteig und ich echte Freunde sind, macht das sogar richtig Spaß und ich knete nur noch von Hand. Witzigerweise ist mir vor ein paar Tagen aufgefallen, dass meine an sich sehr kleinen Hände ein bisschen größer geworden sind, dadurch dass die Muskeln an den Handballen vom Kneten scheinbar stärker beansprucht werden als je zuvor. ![]()
Ach und recht hübsch werden sie mittlerweile auch, seit ich raus habe, welche Konsistenz der Teig haben muss, damit ich sie gefahrlos ohne Kastenform backen kann (Kastenbrote finde ich längst nicht so schick), ohne hinterher ein Fladenbrot zu haben. Also ausser natürlich, ich will explizit Fladenbrot backen.
*vorzeig*
Und weil ich heute schon ein paarmal bei Youtube den gleichen Song abgespielt habe, rechtfertigt das natürlich meine Überschrift komplett.
Macht wach und gute Laune! *zappel*
Katja
Sehr aussergewöhnliche und geniale Hochzeitseinladung!
Entdeckt bei Danyo, dessen knuffiger Hase Stuart gerade auf großer Reise ist, die ich gespannt verfolge. Zum Anmelden hab ich's leider zu spät entdeckt.
Wenn er sich hier nicht wohl gefühlt hätte, dann weiss ich's ja auch nicht...
Katja (Plüschtierliebhabärin)
Dass meine Spülmaschine James heisst, ist eher der Tatsache geschuldet, dass unsere Spülmaschinen schon immer Namen hatten und alle Vorgängerinnen Minna hießen. Da wurde es Zeit für geschlechtliche Gleichberechtigung.
Dass ich an meinem Golfi hing, ist vermutlich nicht so ungewöhnlich. Bei Autos guckt wohl kaum jemand komisch, wenn sie - trotzdem man sie als Gebrauchsgegenstand ansieht - ja doch irgendwie zur Familie gehören.
Dass ich gerade leide, weil ich morgen 'ne neue Waschmaschine bekomme, finde ich dann allerdings selber nicht mehr so lustig. Meine alte Waschmaschine ist fast 30 Jahre alt und stammt noch aus den Anschaffungen meiner Großeltern. Irgendwie ist die damals dann in meinen Besitz übergegangen und mit mir umgezogen. Eigentlich funktioniert sie noch und das ist es, was die Sache für mich vermutlich so schwierig macht. Sie wäscht seit Jahren nicht mehr besonders toll und oft nicht auf Anhieb richtig sauber und gelegentlich läuft sie aus. Sie schleudert nicht von selber und ich muss jeden Waschgang zweimal manuell weiterdrehen, d.h. für 'ne Maschine Wäsche viermal in den Keller hechten. Und vermutlich verbraucht sie abartige Mengen an Wasser und Strom. Alles gute Gründe, längst eine neue gekauft zu haben.
Aber sie funktioniert eben immer noch. Und das seit fast 30 Jahren. Das soll ihr eine der jüngeren Generation erst mal nachmachen!
Seit ich gestern erfahren habe, dass morgen die neue Waschmaschine geliefert wird, plagt mich ein schlechtes Gewissen, als würde ich jemanden Alten, nur weil er eben nicht mehr so ganz auf der Höhe ist, abschieben. Und auch wenn ich mir selber dauernd einrede, dass es nur eine Waschmaschine ist, geht der seltsame Kloß im Hals nicht weg. Und ich frage mich, wie groß der Hau ist, den ich habe, wenn mir sowas so nahe geht.
So Filme wie "Nummer 5 lebt", haben die vermutlich extra für jemanden wie mich gemacht. *soifz*
Vielleicht hilft's ja gegen den Kloß:
Liebe Waschmaschine, wohin auch immer dein Ruhestand dich führen möge, bitte sei dir gewiss, dass du hier nicht vergessen wirst und hab Dank für deine treuen Dienste.
Katja, die gerade dran denken muss, dass sie sich letztens auch bei 'ner Bratpfanne, deren Beschichtung kaputt war, entschuldigt hat, als sie diese in den Müll geworfen hat
Hab ich vor ein paar Tagen gelesen. So schön und prägnant:
Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen.
Why did we make it so hard
this life is so complicated
until we see it
through the eyes of a child
*schön find und gerade in Schleife hör*
müde, anstrengender Tag gewesen
Nacht Welt
Katja
Vor einiger Zeit habe ich im Web nach einem Bild von Schokokeksen gesucht. Ich bin ja kein großer Keksfan, aber ein gefundenes Bild hat mir echt das Wasser im Mund zusammen laufen lassen und ich musste die einfach nachbacken.
Die ersten Kekse, die ich wirklich gerne mochte, weil sie nicht so süß sind, dafür aber ungeheuer schokoladig. Das Rezept (samt des auslösenden Bildes) gibt's bei Deichrunner
Allerdings verfünffache ich die Rezeptmenge immer direkt, weil das die kleinste Mascarponemenge ist, die's hier im Laden gibt und damit sich der Aufwand und speziell die schokoladigen Pfoten *grusel* (
) auch lohnt. Eingetuppert halten die Kekse sich dafür dann auch über 2 Monate ohne Qualitätsverlust.
Meine Beschäftigung des gestrigen Nachmittags in Bildern (durch Klicken gelangt man zur größeren Version der Bilder):
Zutatenliste:
Butter und Schoki schmelzen:
Alles in die Schüssel geben:
Kneten:
Doller!
Jetzt:
Weil:
Rollen formen:
Scheiben schneiden:
Ab auf's Blech:
Backen und...fertig!
Morgen folgen dann noch die Schritte verpacken und zur Post bringen. Die wandern nämlich je zur Hälfte in den hohen Norden und den Harz.
Und damit die Wartezeit auf's Päckchen nicht so lange ist, gibt's hier schonmal die Bilder.
Katja
Katja hat am 20. Dezember 2008 um 17:00 Uhr aufgehört zu rauchen,
ist damit schon 166 Tage 19 Stunden 46 Minuten 47 Sekunden rauchfrei,
hat in dieser Zeit 2.001 Zigaretten nicht geraucht, 240,12 Euro gespart
2 Gramm Nikotin und 26 Gramm Teer den Lungen erspart und insgesamt
6 Tage 22 Stunden 45 Minuten RauchFrei-Zeit gewonnen.
So rein interessehalber würde ich die ja immens gerne mal auf einem großen Haufen sehen!
Für's Nichtmehrrauchen spannender wirksamer ist allerdings die Vorstellung von 2000 Stummeln von schon gerauchten Kippen und dem legga Duft, den die sicherlich verbreiten würden. *grusel*
Katja
...ist es gut, einfach zu schlafen, um mit neuen Gedanken im neuen Tag anzukommen. Mittlerweile funktioniert das sogar ganz gut und ich gerate nicht mehr in zu tiefe Strudel, die mich für Wochen von der Oberfläche wegziehen.
Auftauchen ist gut.
Passend dazu bin ich mit meinem merkwürdigerweise in so Situationen immer mal wiederkehrenden ist-heute-anders-und-anders-ist-besser-Ohrwurm aufgewacht.
Es ist klar - der Regen wäscht auf jedenfall
Weg was war - und es erscheint mir überall
Schenkt er auch neues Leben - 'ne neue Chance für jeden
Wenn Sonnenlicht durch Wolken bricht, wie nach nem Sommerregen
Für mich total passend zu der Stimmung des Liedes ist eines meiner Lieblingsurlaubsfotos vom letzten Jahr, aufgenommen an meinem Lieblingsstrand, das jetzt schon seit einigen Monaten meinen Desktop ziert.
Katja
Vor zwei Wochen irgendwann klingelte mein Handy.
"Ja hallo?" - "Guten Tag. Mein Name ist xy von der Firma z. Spreche ich mit Herrn Vorname Nachname?" - "Offensichtlich nicht." - "Äh ja, aber eigentlich müssten Sie doch...
Letzte Woche irgendwann klingelte mein Handy.
Anderer Anrufer, gleiche Firma, fast identischer Dialog.
Eben gerade klingelte mein Handy.
Wieder ein anderer Anrufer, wieder die gleiche Firma, wieder der fast identische Dialog.
Liebe Firma z,
ich bin wirklich gerne eine Frau. Immer gewesen und eigentlich wollte ich auch nichts daran ändern. Wenn es Euch allerdings wirklich so extrem am Herzen liegt, verspreche ich, nochmal über eine Geschlechtsumwandlung und Namensänderung nachzudenken. Wenn Ihr mir dafür versprecht, dass das heute der letzte identische Anruf war.
Herzliche Grüße
Eure Katja
*Kopf@Tisch* Aargh!