Festumzug

geschrieben von ajtak | 26 Aug, 2009, 10:51

Heute vor genau einem Jahr habe ich, noch völlig verschlafen, meinen ersten Beitrag hier verfasst, damals davon ausgehend, dass ich zwar schon ewig die Idee meine Gedanken niederzuschreiben im Sinn hatte, aber es ohnehin nicht länger als 2 Beiträge lang durchhalten würde.

Dass mir das Schreiben gut dabei hilft, meine Gedanken zu entwirren, zu sortieren habe ich recht schnell gemerkt und mittlerweile möchte ich das Bloggen nicht mehr missen. Es bringt mich dazu innezuhalten, meine oft konfuse Gedankenwelt soweit zu ordnen, dass einigermaßen zusammenhängende Sätze daraus werden. Das Formulieren verleiht meinen Gedanken häufig Struktur - da wo ich früher einfach nur in Spiralen gedacht habe, wo Dinge für mich diffus und verschwommen waren.

Letzte Woche irgendwann fiel mir auf, dass der erste Geburtstag meines Blogs bevorsteht und in dem Zusammenhang wurden die Gedanken, den Umzug zu einem anderen Anbieter anzugehen, wieder mal aktuell. Kulando ist sicherlich toll, was die Gestaltungsmöglichkeiten betrifft, aber ich finde es gelegentlich anstrengend, dass man mit allen technischen Problemen völlig alleine dasteht - falls sich nicht jemand der Blogschreibekollegen findet, der einem Fragen beantworten kann. Und so ein bisschen mulmig war mir auch bei dem Gedanken dran, dass ein Betreiber, der seit einem Jahr bei Support- und Hilfsanfragen nicht reagiert, unter Umständen auch einfach von heute auf morgen den Serverstecker ziehen könnte...

Passend dazu sind natürlich genau am letzten Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr für mehrere Tage die Server ausgefallen und Kulando war nicht erreichbar. 

Das Verlustgefühl, das ich in dieser Zeit hatte, hat den Entschluss den Anbieter zu wechseln vorangetrieben. Das Risiko mein Blog könnte irgendwann einfach ins Nirvana verschwinden ist mir, auch nachdem Kulando wieder erreichbar ist, zu hoch.

Die letzten beiden Tage habe ich damit verbracht mein Archiv mitzunehmen. Entweder es gibt tatsächlich keine Möglichkeit hier die Beiträge zu exportieren oder ich bin schlicht zu doof rauszufinden wie ich die zu wordpress bekomme. Aber jetzt bin ich komplett eingezogen. Man kann in der Gratisversion bei wordpress wesentlich weniger selber am Design verändern, dafür ist die Bedienung um Längen komfortabler!

Also:

Schnappe sich jeder bitte noch 'nen Umzugskarton um ihn mit rüber zu nehmen. Die Geburtstagsfeier findet in den neuen Räumlichkeiten statt.

http://wawuschel.wordpress.com/

Katja

 

Katja verstümmelt sich selbst, Teil 37

geschrieben von ajtak | 20 Aug, 2009, 18:15

Beim Pürieren Chilispritzer ins Auge bekommen = böse!

OK, das Pürierergebnis lässt den Schmerz (fast) vergessen: Mojo Picón - zum ersten Mal selber gemacht.

Mjam-Rezept zum Nachbasteln:

  • 1 Chilischote (wer's noch schärfer mag, nimmt 2)
  • 3 rote Paprikaschoten
  • 6 - 7 Zehen Knobi
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Paprikapulver (scharf)
  • 3 TL Balsamico (ich mag keinen Essig, aber heller ganz milder Balsamico geht)
  • 8 TL Öl
Chilischote mit heissem Wasser übergießen und ca. eine Stunde lang ziehen lassen. Dann grob zerkleinern und von den Kernen befreien.
Paprikaschoten waschen, von den Kernen befreien, grob zerkleinern und ca. 20 Min lang in leicht gesalzenem Wasser köcheln. Ein wenig abkühlen lassen.
Knobi von den Keimen in der Mitte befreien (dann wird er viel bekömmlicher) und grob zerkleinern.
Paprika, Chili, Knoblauch, Gewürze und Balsamico ausgiebig mit dem Pürierstab zerkleinern bis eine homogene Masse entsteht. Vorsicht! Das spritzt unter Umständen. Man halte also sicherheitshalber sein Gesicht und speziell die Augenpartie in gebührendem Abstand. ;)
Wenn alles zu einer glatten Masse geworden ist, langsam das Öl reinfließen lassen während der Pürierstab weiterläuft.
Abkühlen und gut durchziehen lassen. Und dann: Mjam!

Passt als Dipp toll zu gegrilltem Fleisch, Kartoffeln, Brot und den meisten anderen dippbaren herzhaften Sachen. 

Katja (Küchenfee)

 

Den Ventilator hab ich zum Glück

geschrieben von ajtak | 20 Aug, 2009, 15:26

Der einzig wahre Ohrwurm für heute. Sogar mal selbstausgesucht, weil ich das vorhin angesichts der Hitze unbedingt hören wollte, und nicht einfach im Ohr gefunden.

...mach den Beat nie wieder leiser!

Mir ist warm!
Katja 

Glück ist #10

geschrieben von ajtak | 17 Aug, 2009, 17:16

...nach dem Einkaufen bei schwülheissem Wetter nicht den direkten Weg vom Supermarkt nach Hause, der durch eine 30iger-rechts-vor-links-Zone führt, sondern den guten Kilometer Umweg zu nehmen, der ausserhalb des Ortes langführt.

Herrlich mit offenen Autofenstern und aufgedrehtem Radio, laut mitsingend damit beschäftigt zu sein, die vom Fahrtwind ins Gesicht flatternden Haare im Zaum zu halten, damit sie nicht gar zu sehr vor den Augen landen. Sommer!

Katja

Fundstück

geschrieben von ajtak | 13 Aug, 2009, 17:55

Vorhin aus dem Briefkasten (So ein Metallkasten vorm Haus, nicht zu verwechseln mit der Mailbox ;)) gefischt und obwohl es Werbung ist, nicht direkt in der Papiertonne entsorgt:

P1030670

Irgendwie mag ich's (auch wenn's sehr platt ist).

Katja

Freiheit

geschrieben von ajtak | 13 Aug, 2009, 14:04

Seit genau einem Monat nenne ich Golfi jetzt mein eigen und erstaunlicherweise habe ich in der Zeit noch nicht mal eine Tankfüllung verfahren.

Nicht die großen Touren oder weiten Reisen sind es, die ich in den Jahren ohne Auto vermisst habe, sondern diese alltäglichen kleinen Dinge, wie ein mal-eben-noch-gerade-rechtzeitig-während-der-Öffnungszeit-zur-Post-fahren-um-eine-Geburtstagskarte-noch-pünktlich-auf-den-Weg-bringen-zu-können machen für mich das unglaubliche Gefühl der Freiheit aus.

Ich muss nicht plötzlich täglich unterwegs sein, aber alleine die Möglichkeit zu haben, jederzeit losdüsen zu können, wenn es mir in den Sinn kommt - das ist für mich Freiheit. :)

Katja

Finger weg von meiner Paranoia!

geschrieben von ajtak | 12 Aug, 2009, 23:43

Ich stehe auf Element of Crime. Zwar keine Musik, die ich in jeder Lage hören könnte, aber gerade laufen die bei mir wieder mal seit ein paar Tagen in Dauerschleife. Und nicht mal mein Ohrwurm ist eindeutig gerade. Der schwankt auch schon seit mehreren Tagen zwischen zwei EoC Songs. Deswegen bekommen sie auch beide ihr Plätzchen hier - kann man ja quasi gar nicht oft genug anhören. :D

Den Film zum zweiten Song kenne ich leider immer noch nicht. Der steht allerdings auf meiner Guck-Wunschliste ganz oben. Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe.

Ein geselliges Tier ist das Schwein
Und das Stachelschwein lieber allein
Ohne dich will ich nicht
Mit dir kann ich nicht sein

Ich muss unbedingt wieder mal in meine deutsche Lieblingsstadt! 

Katja

 

Wachbleibsel 3 und 4

geschrieben von ajtak | 12 Aug, 2009, 23:27

Eigentlich hab ich langsam mal genügend selbstgestrickte Socken. Ich weiss kaum noch, wann ich die alle anziehe sollte. Zudem ich im Sommer gar keine Socken und in Frühling und Herbst keine so warmen tragen mag. Andererseits stricken sich Socken so herrlich einfach und schnell. Ich sollte vielleicht mehr davon verschenken. Wie zB mein Wachbleibsel Nummer 3. Langweilig einfarbig dunkelblau in Größe 45 *ürks*.

P1030657

Viel schöner finde ich da das Muster von Nummer 4:

P1030661

Zum ersten Mal seit Jahren hab ich das Gefühl, dass meine Sockenwollevorräte doch endlich sein könnten. :D

Katja

 

Schmacht

geschrieben von ajtak | 12 Aug, 2009, 13:55

Samstag Nachmittag, der Tabak ist alle. Ich schaue zu, wie aus den allerletzten trockenen Bröseln eine halbe, eigentlich unrauchbare Zigarette wird. Es ist nicht mein Tabak und nicht meine halbe, eigentlich unrauchbare Zigarette; ich habe seit über 7 Monaten nicht mehr geraucht. Und trotzdem macht irgendwas im Kopf Klick. Ein Schalter wird umgelegt. Das Gefühl ist da, sehr präsent. Ist meins. Vertrauter Feind. Die Erinnerung ist greifbar, unzählige Male erlebt. Das panische Zusammensuchen von Kleingeld, mitten in der Nacht in die Klamotten springen und die 20 Meter bis zum Zigarettenautomaten zurücklegen, hektisch eine rauchen und wieder ins Bett legen. Endlich schlafen können, weil das beruhigende Gefühl sich einstellt, dass was zum Rauchen im Haus ist, weil endlich die Panik abfällt. Die Erinnerung an die Unruhe ist da. Die Unruhe, die schon eingesetzt hat, wenn ich die vorletzte Kippe aus der Schachtel genommen habe. Später dann, als ich nur noch selber gedreht habe, das panische Durchsuchen aller Taschen, ob nicht doch noch irgendwo Papers zu finden sind. Das Unwohlsein, wenn fast nur noch Brösel am Boden der Tabakdose übrig waren. Vertrauter Feind.

In diesem Moment Samstag Nachmittag war es auf einmal meine Panik, meine Unruhe, mein Gefühl, sehr real, sehr gegenwärtig. Die Hände feucht und zitternd, die heftigste Schmachtattacke in über sieben Monaten. Ich will nicht mehr rauchen und ich betrachte mich meist als stabile Nichtmehrraucherin. Aber dieses Gefühl, der Sucht nicht nachgehen zu können, weil nix mehr zum Rauchen da ist, ist mir noch so vertraut, dass ich wirklich Angst bekommen habe, ich könnte das irgendwann vergessen. Völlig ausblenden, dass ich nicht mehr rauche und es nicht mal merken. Wenn mir in dem Moment am Samstag jemand eine Zigarette unter die Nase gehalten hätte... Ich habe keine Ahnung, wie ich reagiert hätte. Ob ich in dem Suchtflashback gefangen überhaupt realisiert hätte, dass ich ja gar nicht mehr rauche.

"Lass uns 'nen Spaziergang zur Tanke machen" schlug ich vor. Mit Tabak bewaffnet den Rückweg antretend, bin ich die Nervosität endlich wieder losgeworden.
Die Gedanken daran, wie tief die Sucht im Unterbewusstsein verankert ist, wie leicht das Suchtgedächtnis aktiviert werden kann, bin ich jedoch noch nicht wieder losgeworden. Auch nicht die Sorge darüber, ob all mein nicht-mehr-rauchen-zu-wollen letztendlich überhaupt hilft, wenn ich in einem falschen Moment, wenn die Sucht mich so überrollt, der Verstand so ausgeschaltet ist, Zigaretten verfügbar hätte.

Katja

Sister Moon

geschrieben von ajtak | 6 Aug, 2009, 23:35

Dieser unglaublich faszinierende Mond hat mich vorhin rausgelockt und ich hab meine allerersten Versuche mit Nachtaufnahmen gemacht. Freihändig ging gar nicht, wat bin ich für 'ne Zittertrulla. :D
Aber zum Glück stehen ja an Wohnstrassen diese grauen ähm Strom- (?) Telefon- (?) äh Dingenskästen rum. Die Kamera dort draufgestellt, einen meiner Schuhe, meine Schlüssel und meinen Labello noch drunter geklemmt und die Ergebnisse sind kaum noch verwackelt. 8) Ja ich weiss, ich muss das nochmal üben.

Zeigen mag ich sie trotzdem:

P1030646

P1030650

Dazu passend mein Ohrwurm, den ich seit ich draussen war, nicht mehr loswerde und gerade erst mal anhören musste:

Und während ich hier über meine Fotoexperimente tippe, zeigt mein Feedreader mir 'nen neuen Beitrag bei Danyo an, wo er passenderweise über den Mond bloggt. Cooles Gedicht, das hab ich lange nicht mehr gelesen. :D

Nacht Welt
Katja

Erkenntnisse beim Einkaufen

geschrieben von ajtak | 6 Aug, 2009, 23:12

... Ich bin nicht die einzige, die sich immer noch nicht an die Cent-Münzen gewöhnt hat und diese teilweise umdrehen muss, um den Wert abzulesen. Das geht sogar Verkäuferinnen so - heute erlebt an der Kasse des Getränkemarktes und im anschließenden Gespräch erzählt bekommen, dass wohl auch etliche Kunden ihren Geldbeutel erst mal auf die Theke kippen, um die passenden Münzen zu finden. Irgendwie beruhigend. Ich dachte, nur ich wäre unfähig mich endlich mal umzugewöhnen. :D

... Freundlich und unverbindlich lächeln fühlt sich blöd an, wenn man überhaupt nicht weiss, zu was man da lächelt. Obwohl ich jetzt seit über 2 Jahren hier wohne, verstehe ich die Eingeborenenheimischen immer noch kein bisschen. Ich habe keine Ahnung, was der ältere Herr an der Supermarktkasse heute von mir wollte. Falls er mich beschimpft hat, hält er mich vermutlich für völlig gestört, weil ich ihn dazu angelächelt und sanft genickt hab. In so Situationen bin ich überfordert. Ich will nicht gar zu unhöflich wirken indem ich überhaupt nicht reagiere, aber ich hab's auch aufgegeben höflich nachzufragen, wie ich das in der Anfangszeit hier gemacht habe. Die Antworten verstehe ich nämlich genauso wenig. Bei manchen Einheimischen denke ich echt, die können gar nicht anders reden. 8)

... Wenn man's nur beharrlich genug probiert und alle möglichen Strassen langkurvt erwischt man irgendwann auf Anhieb den richtigen Weg und verfährt sich nicht mehr. Ist mir heute zum ersten Mal in der Innenstadt auf dem Weg von Laden A zu Laden B gelungen. Da verfahre ich mich normalerweise immer im Einbahnstrassengewirr. :)

Cool... äh lässig!

geschrieben von ajtak | 6 Aug, 2009, 12:31

Ich bin wirklich kein großer Fan Freund von Anglizismen, besonders dann nicht, wenn sie gedankenhirnlos benutzt werden und erst recht nicht, wenn sie dann nach deutschen Grammatikregeln verändert werden. Höre ich downgeloaded bekomme ich immer noch Atemnot, bin aber nicht mal sicher, ob das mittlerweile nicht sogar zulässig ist.

Noch grotesker finde ich jedoch, wenn man krampfhaft versucht, Anglizismen zu vermeiden. Aus Prinzip. Auch bei Worten, bei denen man sich das Hirn verrenken muss, um eine auch nur annähernd passende deutsche Entsprechung zu finden.

Wenn selbst versucht wird, dem Bachelorabschluss eine deutsche Bezeichnung zu verpassen und dann Unterdiplom dabei herauskommt und das Team zur Mannschaft wird, bin ich nicht mehr sicher, ob ich lieber drüber grinsen oder fassungslos gucken soll.
Bei WieSagIchsAufDeutsch gibt es einige solcher herrlichen Übersetzungen.

Katja

Horizonte

geschrieben von ajtak | 4 Aug, 2009, 18:32

Da verbrachte man den größten Teil seines Lebens in fast krankhaftem Ehrgeiz, machte irgendwann das jahrgangsbeste Abi, hatte während des Studiums ein Stipendium der Studienstiftung - immer in der sehnsüchtigen Suche und Hoffnung nach Aufmerksamkeit und Anerkennung der eigenen Mutter gefangen... und dann erzählt man beiläufig in 'nem Telefonat, dass man gerade Nudelteig ausrollt und bekommt ein "Ach Kind, was bin ich stolz auf dich. Du bist so eine richtig gute Hausfrau geworden. Was du alles selber machen kannst!" zu hören.

Ich bin heilfroh, dass so Worte von ihr mittlerweile am Rande der Bedeutungslosigkeit abprallen. Sonst wäre ich vermutlich wirklich versucht, meinen Geist einzumotten, mich auf ihren Horizont einzustellen und Hausarbeit als Inhalt und nicht mehr als Mittel zu empfinden.

Zwischen Grinsen und Kopfschütteln
Katja (Nudelfee :D)

What's up?: gnarz!

Die Sache mit der Wahrnehmung

geschrieben von ajtak | 4 Aug, 2009, 17:50

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu bemerken, wenn die Wahrnehmung aus der Spur gerät und ich habe das Gefühl, mir wenigstens vor Augen halten zu müssen, wie schnell das scheinbar passieren kann. Vielleicht hilft es ja dabei, wachsam zu bleiben und die Wahrnehmung gelegentlich einem scharfen Blick zu unterziehen.

Gestern habe ich etwas angepackt, was mir aus der Situation heraus - sowohl der aktuellen gestern Nachmittag als auch meiner augenblicklichen Lebenssituation - total normal vorkam und wo ich mir vorher gar nicht weiter Gedanken drum gemacht habe. Als ich in der Situation drin war, hab ich ordentlich schlucken müssen und die alten Ängste waren für einen kurzen Augenblick wieder sehr präsent. Tief durchatmen und die Entschlossenheit, da jetzt nicht zu flüchten, sondern es durchzuziehen, haben mich letztendlich durch die Situation gebracht. 

Aber statt dass ich stolz darauf war, es geschafft zu haben, hab ich 'ne ordentliche Weile dran zu kauen gehabt, dass es mir so schwer gefallen ist.

Und das ist der Punkt, wo mir hinterher aufgegangen ist, wie verschoben das eigentlich ist. Vor ein paar Monaten wäre der gestrige Nachmittag komplett undenkbar gewesen. Ich hätte niemals den Mut dazu aufgebracht. Seitdem ist nicht viel Zeit vergangen und das Angehen von Dingen ist mir gerade so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich vorher nicht mal mehr drüber nachdenke. Aber statt mich drüber zu freuen, reagiere ich reflexartig mit Frust, dass ich's nicht lächelnd bewältigt habe, sondern es mir schwer fiel. Das ist doch krank, diesen kleinen Haken dran eher zu bemerken als den großen Teil auf den ich stolz sein kann - es mir überhaupt zugetraut und letztendlich ja auch geschafft zu haben. Wenn auch nicht ganz ohne Kampf.

Ich muss da wohl echt ein bisschen an meiner Wahrnehmung arbeiten.

Katja